Skip to content

Aquarell


Meine Haut riecht nach dir. Du windest dich. Ich schwimme in deinem Anblick. Komm, sagst du. Langsam bewegen wir uns. Aufeinander zu. Unsere Blicke verfangen sich. Wir sind Treibgut, angeschwemmt und fremd hier. Kein Halt, nirgends, aber wir klammern uns ineinander, bis es schmerzt. Das Zimmer ist still und schimmert.

Es war ein Mittwoch. Draußen regnete es. Ich sah dir nicht nach.

Wenn ich die Augen schließe, ist dein Duft auf meiner Haut.

Advertisements

Liebe


Es ist nicht Liebe, wenn es nicht weh tut. Es ist kein Schmerz, denn es tut gut. Das Leben ist so unersetzlich, die Liebe liebt allein nur sich. Die Reime treffen nur das Wahre, wenn Ware nicht das Ziel des Reimes ist. 

Im Äußersten Westen


Der weiße Schatten

– Auf dem staubigen Grün des Waldes

Der bittere Himmel

Voller scharlachroter Sonnen –

Die Flügel=Schläge

Im Nichts

Angekommen

Was ich meinen Unfollowern auf Twitter schon immer sagen wollte


Ihr könnt mich am Arsch lecken. Alle. Bis auf denen, denen es leid tut. Die müssen aber auch einen Tweet mit doppelt denen schreiben. lol

Abschiedsbrief 09.04.2015


milch_honig

In den Kisten sind:
53 Hefte, nicht sortiert, teilweise Tagebücher
187 Seiten sortiert, Roman mir frieden
240 Seiten sortiert, Roman patian
patina in drei, vier Versionen, mehr oder weniger sortiert mit handschriftlichen Notizen usw.
viele lose Seiten handschriftlich und ausgedruckte Schrifterzeugnisse
drei Festplatten mit allem drauf, was ich bisher geschrieben und oder photographiert habe

Laptop 1&2 jeweils kein Passwort
Handy: Pin: 4567, Passwort 4567

http://www.sparkasse-karlsruhe.de
Loginname: Haras&Regreb
Passwort: r3dv3lv3t%2§3%0§7

Emailfächer:
redvelvet@gmx.de
melancholie2307

sarah_montiel@gmx.de
2trAn6Spa7i3rgAng2307

sarah_a_berger@gmail.com
fRi3d3d3nHü113n

Facebook
redvelvet@gmx.de
katzenklo

Twitter
redvelvet@gmx.de
katzenklo

WordPress
redvelvet@gmx.de
2trAn6Spa7i3rgAng2307
Vimeo
redvelvet@gmx.de
2trAn6Spa7i3rgAng2307

LastFM
redvelvet@gmx.de
katzenklo

Eplus
sarah_a_berger@gmail.com
01sa78ra63hb69er28ge5r

1u1
u463v1
fRi3d3d3nHü113n

vattenfall Berlin
pw345g3
fRi3d3d3nHü113n

please don’t kill me

Ursprünglichen Post anzeigen

Twitter und so


Weil ich heute gefragt wurde, einige Gedanken von mir zu Twitter.

Seit Mai 2012 habe ich einen Account. Anfangs folgte ich erstmal SpiegelZeitWeltFAZSZ etc. Mir wurde gesagt, Twitter sei eine erstklassige Informationsquelle. Tja ja.

Dann kam die Phase, als ich den ganz großen Accounts folgte, der sogenannten Twitterelite. War schön. Interessant, lustig, überraschend oft. Das war ein anderes Twitter. Ich entfolgte allen „Info-Accounts“.

Ich merkte aber schnell, dass ich in der Welt der Großen keine Rolle spielte. Klar, mit 30 Followern rutscht man so durch, ist nicht wichtig genug. Um ehrlich zu sein, meine Tweets waren auch oft nicht so richtig gut. Eher so mittel. Wenns hoch kam.

Dann entfolgte ich allen „Elite-Accounts“. Bis auf @regendelfin. Die favte mich nämlich ab und an. (Und außerdem sieht sie unverschämt gut aus)

Dann schaute ich, wer gut schrieb (= was mir gefiel) und noch keine zigtausend Follower hatte. Denen folgte ich. Und favte und retweetete was das Zeug hielt. Und einige folgten nach. Und dann noch welche.

Dann kam eine ziemlich harte Zeit, in der ich Suizid-Versuche und Suizide auf Twitter mitbekam. Arschlöcher, die über Juden, Behinderte usw. lästerten. Richtiges Gesocks. Habe da aber auch viel Solidarität mitbekommen, daher blieb ich.

Und irgendwann merkst du dann, was du schreibst, gefällt einigen Leuten. Nicht allen, klar. Ich bin ein Vielschreiber, mit vielfältigen Themen. Manche mögen keine Fußball-Tweets, andere mögen was anderes nicht, ist mir inzwischen egal. Ich schreibe über alles, was mir gerade so einfällt, wem es nicht gefällt: Lebe dein Twitterleben, ich lebe meines.

Ich folge sehr vielen Accounts, deswegen kann ich auch nicht alle Tweets lesen oder verliere manchmal den Überblick. Gerade die Wenigschreiber, die oft poetische Tweets verfassen, gehen dann manchmal unter: Verzeiht. Wichtig ist mir aber der Grundtenor: Der Twitterer, die Twittererin muss etwas haben, was mir gefällt. Das reicht. Und irgendwann trifft man sich auch wieder. Wie im richtigen Leben.

Viele liebe Twitterer sind inzwischen gegangen (und manche nicht nur auf Twitter), viele neue sind nachgekommen. Wer weiß, wie lange ich es noch mache, aber eines weiß ich: Es hat sich allemal gelohnt. Danke an alle, die mir folgen. Danke für die Tweets an alle, denen ich folge.

Und wenn ich jemanden beleidigt habe: Tut mir leid, es war bestimmt nicht so böse gemeint, wie es vielleicht klang. Eigentlich bin ich soweit ganz auskömmlich. Glaube ich.

So, das wars. Lieb sein. Und böse. Wie es gerade angebracht ist.

Powidltatschkerln


Oma machte immer Powidltatschkerln
Wenn wir sie in Prag besuchten,
Mein Vater und ich.
Die aßen wir dann zum Kaffee, mit Satz, und redeten.
Abends saß ich – allein unter Tschechen – in der Kneipe
Trank das gute Bier und verstand nichts von dem
Was an den anderen Tischen geredet wurde
Während mein Vater sich mit seiner Mutter weiter über
Alte Zeiten unterhielt.
Heute schreibe ich Tweets
Und habe den Geschmack von Pflaumenmus im Mund.

Das Photo


demenz für anfänger

Wenn andere über ihre Kinder reden, spreche ich über Omi Paula. Während meine Kolleginnen über aufsässige Teenager sprechen, erzähle ich von Paulas Abenteuern im Pflegeheim.

Es ist eine verkehrte Welt. Andere Frauen in meinem Alter sind Mütter pubertärer Teenager. Ich dafür hab Omi.
Omi lebt ihr eigenes Leben. Sie braucht mich nicht offensichtlich. Sie ist nicht aufsässig, aber sie fordert mich auf ihre eigene Weise. Während andere „Mütter“ hoffen, dass ihre Kinder erwachsen werden und sich immer mal wieder melden, weiss ich ganz genau, dass ich Paula verlieren werde.

Letzthin schauten wir ein Bild an. Es ist mein liebstes Bild von uns. Ich stehe neben ihr in meinem türkisfarbenen Kinderbademantel. Sie trägt ihr pied-de-poule-Kostüm. Sie lächelt, als sie es sieht.

Sie zeigt auf mich und sagt: „Das bin ja ich.“ Paula lächelt. Sie streichelt über das Photo. Dann zeigt sie auf ihr Bild: „Und die Grosse hier bist du.“

 

Ursprünglichen Post anzeigen 5 weitere Wörter